Jäger und Sammler
Während der Steinzeit war es vorwiegend das Ziel des Menschen, erfolgreich als Jäger und Sammler tätig zu sein. Grundlage dazu bildeten Geräte und Werkzeuge, sowie geformte Steine. Eines der wichtigsten Werkzeuge war ein Faustkeil, der auch als Waffe eingesetzt wurde. Der Grund, warum man die Steinzeit nach diesem Grundstoff benannte, war seine vielfache Verwendung der Menschen. Früher lebten die Menschen in Gruppen miteinander. Diese waren nicht sesshaft sondern wanderten je nach Nahrungsvorkommen durch die Gebiete. Es war jedoch der Brauch, dass sich alle gemeinsam zu einem Lager zusammenschlossen. Die Natur war zentrales Thema und Jäger sowie Sammler waren von ihr abhängig.
Während der Steinzeit gab es unterschiedliche Behausungen die aus zählten oder besonderen Gebilden bestanden. Dies belegen Funde die circa 11.000 Jahre alt sind Höhlen und Felsen beteten den Nomaden Schutz als Behausung. Das führte lange zu der verwirrenden Annahme, dass der Steinzeitmensch einzig und allein ein Höhlenmensch war.
Um Hütten zu bauen, wurden Hölzer und Gräser verwendet. Nach und nach der Rang der Steinzeitmensch immer mehr wissen über den Hüttenbau beziehungsweise den Bau von Zelten. Wie jedoch diese Behausungen ganz genau konstruiert waren, kann man heute leider nicht mehr nachvollziehen, weil sie vorwiegend aus ökologischen Material bestanden.
Die Jäger und Sammler im hohen Norden hatten vor allem das Ziel, Rentiere zu erlegen. Um den Tieren ständig auf der Lauer sein zu können, trugen die Nomaden transportierbare Zelte mit Stangen mit sich. Diese ähnelten den Wig-Wams, die wir heute von den Indianern kennen. Die Felle der Rentiere wurden zur Auspolsterung verwendet.
In späterer Zeit gelangten diese Jäger und Sammler circa 12.000 Jahre vor Christus in den Norden des heutigen Amerikas und stießen ihn unbekannte Gebiete vor. Langsam entwickelte sich das Tipi der indianischen Ureinwohner. Grundsätzlich war das Prinzip der Konstruktion sehr einfach gehalten unkt mit nur drei Stangen war es möglich, das zählt in kürzester Zeit auf zu bauen, oder ein Lager auch schnell zu verlassen. In der Mitte des Zeltes befand sich seit jeher eine Feuerstelle.
Grundsätzlich gilt die Bezeichnung für einen Jäger und Sammler für Volksgruppen aus der Geschichte, die sich in erster Linie viele Pflanzen zu Nutze machten beziehungsweise sich daraus ernährten und Jagd auf frische Beute, Sprichtiere zu machen. Das war auch der Grund, warum Jäger und Sammler nicht sesshaft wurden, sondern ständig mobil blieben. Es gab allerdings, was wenige wissen, bestimmte Grenzen, innerhalb sich ein Jäger und Sammler ständig bewegte. Schon in früherer Zeit legten die Menschen Reviere fest.
Es war in erster Linie die Aufgabe des Mannes, auf die Jagd zu gehen und Tiere zu erlegen, um seine Familie mit Fleisch zu versorgen. Wenn man es genauer betrachtet, müsste man eigentlich sagen: Sammlerinnen, weil das sammeln vorwiegend den Frauen vorbehalten war. Schon damals ließ sich eine konkrete Verteilung der Rollen zwischen Mann und Frau erkennen. Jene Frauen, die ein kleines Kind bei sich hatten, schwanger oder krank waren, blieben beim Lager. In manchen Fällen gingen allerdings Frauen, die bereits unabhängig waren mit auf die Jagd. Allerdings war dafür reiche Erfahrungsvoraussetzung. Für eine Sammlerinnen war es hingegen möglich, ein kleines Kind während ihrer Arbeit dabei zu haben. Damit die Kinder von frühauf lernten, wie jagen und Fischen funktionierte, wurden sie, sobald sie laufen konnten, mit den größeren Kindern mitgeschickt. Je nach Region und Gebiet war es unterschiedlich, ob ein Stamm mehr vom jagen oder mehr vom sammeln der Mitglieder lebte.
Ursprünglich jagten die Männer mithilfe ihrer Ausdauer. Diese Methode zählt zu ältesten Form der Jagd überhaupt. Die so genannte Hetzjagd war vorwiegend auf das erbeuten von Säugetieren ausgelegt. Um bei der Jagd Erfolg zu haben, musste die Distanz allerdings immer kurz genug bleiben, damit die Menschen nicht außer Atem gerieten, bevor das Wild erlegt war. Vorbild waren dabei Löwen oder Wildhunde, an denen sich die Menschen diese Taktik abschalten.
Der Mensch war durch den aufrechten Gang und die mit Muskeln bepackten, langen Beine wie geschaffen für die Hexerei. So konnte er stundenlang laufen, ohne aufgeben zu müssen. Noch heute kann man beobachten, wie die Urstämme in Afrika sehr schnelle Fluchttiere durch die Hetzjagd erlegen können. Auch die Aborigines, die in Australien zuhause sind oder die Indianer aus Amerika jagten lange noch mit dieser Technik. Mit der Zeit entwickelte der Mensch neue Techniken und Methoden, wie beispielsweise Wurfhölzer und Speere, um die Dauer der Jagd zu verkürzen, indem er das gejagte Tier verwunderte. Später kamen noch Lanzen und Harpunen hinzu, die mehr Effektivität hatten.
Wollte ein Jäger größere Distanzen überwinden oder beispielsweise in große Höhen vordringen, in denen sich sein Beutetier befand, so verwendete er Pfeil und Bogen. Manche Jäger machten sich Gift auf den Pfeilspitzen zu Nutze, um das gejagte Tier zu betäuben. Andere hingegen bauten Fallen in Form von Netzen und Schlingen auf, in denen sich die Tiere verfingen. Während dieser Zeit begann der Mensch, mit Fasern zu arbeiten und auch den Fischfang dadurch auszubauen. Ging ein Jäger mit einem Blasrohr auf die Jagd, so machte er sich oft vergiftete Pfeile zu Nutze. Vor allem der Regenwald Südamerikas mit seinen Ureinwohnern ist heute noch für diese Jagdweise bekannt. Ein weltweit bekanntes Gift ist das des Pfeilgiftfrosches. So war es den Einwohnern möglich, auch Affen aus den höchsten Baumkronen herunterzuschießen.