Zeitgeschichtetag 2008

Geschichte Mitteleuropas

Mitteleuropa beziehungsweise Zentraleuropa beschreibt jenen Teilen Europas, der zwischen dem westlichen, östlichen, südlichen und nördlichen Europa liegt. Allerdings gibt es geographisch gesehen keine konkreten Punkte und Kriterien, anhand dessen man eine genaue Grenze ablesen könnte. Weiters kann man Mitteleuropa unterschiedlich definieren, was seine Politik, Kultur und den Naturraum betrifft. Gleichzeitig unterstand es seit Jahrtausenden großem Wandel in Geschichte und Politik. Seit der kalte Krieg sein Ende nahm, wurden jedoch immer mehr kritische Stimmen laut, was die genaue Definition Mitteleuropas betrifft.

In Mitteleuropa herrscht kein mediterranes oder ozeanisches Klima vor. Es reicht von kühl gemäßigten bis kontinentalen Witterungsverhältnissen, je nach den Gegebenheiten der Umgebung. Es sind zahlreiche unterschiedliche Religionsarten verbreitet. So findet man in Mitteleuropa sowohl Katholiken, als auch Evangelisten, die als Anhänger des Christentums gelten. Daneben finden sich russisch-orthodoxe und griechisch-orthodoxe Glaubensanhänger, die sich von den muslimischen und den bosnischen Muslimen in punkto Glauben und Religion stark unterscheiden. Es ist unbestritten, dass die Länder Schweiz, Österreich, Deutschland, Polen, Liechtenstein, Tschechien, Slowakei und Ungarn zu Mitteleuropa gehören. Bei nahezu der Gesamtheit aller Nachbarländer gibt es in der Definition der Zugehörigkeit einen breiten Spielraum. Je nach Kriterien werden sie hinzugenommen beziehungsweise ausgeschlossen.

Funde belegen, dass der erste Mensch, welcher in Mitteleuropa einwanderte, sich vor circa 200.000 Jahren ansiedelte. So war mit der Zeit der Neandertaler immer weiter in diesen Breitengraden verbreitet, weil er den eiszeitlichen Bedingungen gut trotzte. Er besiedelte die Gebiete Mitteleuropas bis zu einer Zeit vor 30.000 Jahren. Danach blieb das große Gebiet um Mitteleuropa für circa 10.000 Jahre ohne Besiedelungen. Der Homo Sapiens, von dem die heutige Menschheit abstammt, siedelte sich anschließend an. Allerdings ist es bis heute noch nicht wissenschaftlich belegt, von welchen Ashnen der typische Mitteleuropäer wirklich abstammt. Es ist durchaus möglich, dass zwischendurch immer wieder neue Menschen beziehungsweise Jäger und Sammler erneut aus dem östlichen Raum hinzu gestoßen kamen. Ackerbau und Zucht von Vieh wurde in etwa 7500 v. Chr. in Europa eingeführt. Heute zählt in Mitteleuropa der 15. Meridian als Grundlage der Uhrzeit.

Mitteleuropa war hauptsächlich trauriger Schauplatz des Ersten und Zweiten Weltkrieges. Deutschland spielte immer wieder eine große Rolle, was die Führungen und Herrschaften der Staatenbundes betrifft. Später, anschließend an den Zweiten Weltkrieg, trennte der kalte Krieg den Osten und den Westen Europas voneinander strikt ab, weil er im wahrsten Sinne die Mitte Europas durchschnitt. Die Länder entwickelten mehr und mehr Atombomben und sorgten dafür, dass Mitteleuropa zu dem Ruf gelangte, ein Pulverfass zu sein. Später zerfiel Jugoslawien in die Teile Slowenien und Kroatien.

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